Intel auf dem Abstellgleis?

AMD hat mit der Veröffentlichung der neuen Ryzen 5000 Desktop Prozessoren für mächtig Wirbel gesorgt. „Der schnellste im Game“, diesen Titel hat sich AMD selbst auferlegt und mit Folien auf der Keynote bewiesen. Unabhängige Tester konnten die neuen Prozessoren bereits ausgiebig testen und kamen auf ähnliche Ergebnisse. AMD Prozessoren sind die schnellsten im Game.

Hinzu kommt noch, dass Apple im Juni 2020 angekündigt hat auf eigene Prozessoren zu setzen und die ersten Mac´s noch Ende 2020 auf dem Markt zu bringen. Auch das ist jetzt Realität. Apple hat 3 Mac´s auf den Markt gebracht welche eigene ARM Prozessoren sogenannte SOC´s nutzen. (Die Performance dieser Prozessoren ist beeindruckend, wir berichten in Kürze darüber wenn uns der erste ARM Mac erreicht).

Was bleibt für Intel ist der Server Markt, in diesem Geschäft ist Intel nach wie vor der Platzhirsch.

Wie sieht nun die Realität aus? Kann man tatsächlich keinen Intel Prozessor für den privaten Nutzer mehr empfehlen?
=> Die einfache Antwort: DOCH!!
Hier einige Beispiele:
Intel Core i3 10100: Dieser kleine Kerl hat es echt in Sich, 4 Kerne & 8 Threads mit einem Turbo von bis zu 4,30 GHZ und einer integrierten Grafikkarte. Das Pendant zu der Intel CPU ist von AMD der Ryzen 3200G, der für die selbe Preisklasse nur 4 Kerne ohne SMT bietet oder der Ryzen 3400G der auch 4 Kerne / 8 Threads bietet aber zu einem höheren Preis.
Intel Core i5 10400: Des Budget Gamers Liebling, so könnte man den Prozessor wohl in wenigen Worten bezeichnen. 6 Kerne / 12 Threads und eine hohe SingleCore Leistung katapultieren diese Prozessor vor dem beliebten Ryzen 5 3600 und das zu einem niedrigeren Preis. Die neue Ryzen Gen. den 5600x kann man in dieser Kategorie nicht vergleichen da er nahezu das doppelte kostet als der 10400.
Der Core i9 10850K: 100 MHZ Turbo Boost trennen den 10850K auf seinen großen Bruder den 10900K. (Was sich in der Realität wohl nicht bemerkbar macht). Der Prozessor bietet 10 Kerne und 20 Threads, bei einem Turbo-Boost von bis zu 5,20 GHZ. Das Gegenstück hierzu ist der 3900XT von AMD, der sich preislich in der selben Region ansiedelt, jedoch 2 Kerne mehr bietet. Der schnellste hier im Game ist der Intel, dank der deutlich höheren Single-Core Leistung. Nimmt man zu diesem Vergleich jetzt den neuen 5900x von AMD hinzu, wird zwar der Intel deutlich geschlagen, doch ist auch der Preis von AMD deutlich höher.

Dies sind nur einige Beispiele warum man Intel keinesfalls auf das Abstellgleis schieben soll.
Außerdem brodelt die Gerüchteküche heftig: „Rocket Lake“ also die nächste Generation der Intel CPUs bekommt neue „Kerne“ sprich man verabschiedet sich von der 6 Jahre alten Skylake Architektur. Eine deutlich höhere IPC (Leistung pro Kern) und PCIe 4.0 soll mit den neuen Prozessoren möglich sein. Wir bleiben an dem Thema dran.

Alexander Haim, 15.11.2020

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AMD Radeon RX 6000 Grafikkarten

Bildquelle: AMD

AMD hat wie erwartet Ende Oktober die neuen Grafikkarten vorgestellt. Doch was wir hier zu sehen bekommen haben hätten wir so nicht erwartet. Es wurden 3 Modelle vorgestellt: Die RX6800, die RX6800XT und die RX 6900. Die neue Architektur der Karten, die umübrigen auf den Namen RDNA2 hört, soll eine bis zu 54% höhere pro Watt Leistung als der Vorgänger (RX5700XT, RX5700 usw. also die RDNA Architektur) haben. Des weiteren werden die Chips wieder bei TSMC in 7 Nanometer gefertigt. Die Schnittstelle ist wie schon bei den Vorgängern PCIe 4.0 x16. Um die Technologie nutzen zu können sind zwangsweise Bords mit einem B550 oder einen X570 Chipsatz erforderlich.
Beim Speicher war der rote Riese nicht so geizig als die grüne Konkurrenz. Alle Modelle haben einen 16GB großen GDDR6 Speicher bekommen und bieten daher deutlich mehr Zukunftssicherheit als die NVIDIA RTX 3070 (8GB GDDR6x) und die RTX 3080 (10GB GDDR6x).
Klar reichen die Speichergrößen der Karten 2020 / 2021 noch aus, jedoch wer mit einer RTX 3070 in WQHD (max. out) zocken will, der wird schon die gesamten 8GB und möglicher mehr benötigen.

Wie ebenfalls erwartet unterstützen die neuen Grafikkarten das Feature Raytracing, was nun nicht mehr NVIDIA exklusiv ist. Wie es aber mit der Performance aussieht, da hat sich AMD sehr bedeckt gehalten.
Auch hat AMD neue „Killer-Feature“ vorgestellt welche sich in der Praxis aber noch beweisen müssen. Zum einen gibts da den von AMD so genannten „AMD Smart Access Memory“ Dies soll in Kombination mit einem Ryzen 5000er Prozessor und einem Chipset der 500 Reihe eine Art Schnell- oder Direktzugriff auf die Grafikkarte ermöglichen. Mehr dazu werden erste Tests zeigen.
Das nächste neu vorgestellte Feature ist der so genannte „Rage Mode“, welcher die Grafikkarte erlaubt sich automatisch zu übertakten. Wie jedoch die Unterschiede zum jetzigen Turbo-Boost sind ist ebenfalls noch nicht so ganz klar.
Was jedoch klar ist, aktiviert man diese neuen Killer-Feature, so soll man in Kombination mit einer neuen Grafikkarte der 6000er Generation, einer CPU der Ryzen 5000er Generation und einem Bord mit einem 500er Chipsatz bis zu 13% mehr Leistung bekommen. Was schon sehr beachtlich ist.

Diese 3 Modelle haben sich zum Ziel gesetzt die Konkurrenz aus dem grünen Lager Paroli zu bieten und diese vielleicht sogar zu schlagen?

Schauen wir uns einmal die technischen Daten an:

Die AMD RX 6800 wird vermutlich der direkte Konkurrent zur NVIDIA RTX 3070 & 2080ti werden.
Recheneinheiten: 60
Boost-Takt: Bis zu 2105 MHz (Game Takt: Bis zu 1815 MHz)
GPU Leistung: 250W
Speicher: 16GB GDDR6 Speicher / 256-bit angebunden (128 MB Infinity Cache)
Stromanschluss: 2x 8PIN
Dollarpreis: 579,00 $

Die AMD RX 6800XT wird vermutlich der direkte Konkurrent zur NVIDIA RTX 3080 werden.
Recheneinheiten: 72
Boost-Takt: Bis zu 2250 MHz (Game Takt: Bis zu 2015MHz)
GPU Leistung: 300W
Speicher: 16GB GDDR6 Speicher / 256-bit angebunden (128 MB Infinity Cache)
Stromanschluss: 2x 8PIN
Dollarpreis: 649,00 $

Die AMD RX 6900XT wird vermutlich der direkte Konkurrent zur NVIDIA RTX 3090 werden.
Recheneinheiten: 80
Boost-Takt: Bis zu 2250 MHz (Game Takt: Bis zu 2015MHz)
GPU Leistung: 300W
Speicher: 16GB GDDR6 Speicher / 256-bit angebunden (128 MB Infinity Cache)
Stromanschluss: 2x 8PIN
Dollarpreis: 999,00 $

Welches Fazit können wir nun ziehen?
Laut AMD soll ja die RTX3070 von der RX6800 geschlagen werden was die Performance anbelangt. Und sie bietet doppelt so viel Speicher. Der Preis der Karte liegt laut AMD bei 579,00$ im Vergleich zu 499,00$ was NVIDIA für die RTX 3070 veranschlagt.

Die RTX3080 aus dem Hause NVIDIA (699,00$) und die RX6800XT sind bei den Games zumindest laut AMD auf den selben Level. Die Preis der Karte soll bei 649,00$ liegen. Für 50,00$ weniger bekommt man sogar noch 6GB mehr Speicher.

Und das Flagschiff der neuen RDNA2 Karten die RX6900XT greift die RTX 3090 direkt an. Mit dem hatte kein Analyst vorab gerechnet. Klar, mit 24GB Speicher ist die RTX3090 nach wie vor außer Konkurrenz (im Vergleich die RX6900XT hat auch 16GB). Doch vergleicht man die Performance so werden ähnliche Ergebnisse beim Gaming erzielt. Aber warum sollte man dann zu AMD greifen wenn NVIDIA hier deutlich mehr Speicher bietet? Die einfache Antwort, der Preis. AMD haut die Karte mal locker für 999,00$ raus und NVIDIA will knapp 1600 für sein Flagschiff.

Was also tun:
1. Die unabhängigen Tests abwarten
2. Erst kaufen wenn genügend Karten verfügbar sind

Egal für welchen Hersteller / Karte man sich am Ende entscheidet, der Leistungszuwachs der neuen Generation im Vergleich zur alten Generation ist so groß wie noch nie.

Alexander Haim, 01.11.2020

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Die neuen AMD Ryzen 5000er Desktop-Prozessoren

Quelle AMD

AMD hat mit der Ankündigung der neuen Ryzen 5000er Prozessoren für mächtig Wirbel gesorgt. Sätze wie: „19% mehr Leistung“, „Der schnellste im Game“ „doppelter L3-Cash“ „2,8x effizienter als ein vergleichbarer Intel Core der 10. Gen.“ u.v.m.
Diese und noch weitere große Ankündigungen blieben bei so manchen Nutzer hängen.

Heute schauen wir uns mal an welche CPU´s AMD vorgestellt hat:

Das Topmodell, der 16 Kerner – 5950X:
Anzahl der CPU-Kerne: 16
Anzahl von Threads: 32
Basistaktrate: 3.4GHz
Max. Leistungstaktrate: Bis zu 4.9GHz
Gesamter L2-Cache: 8MB
Gesamter L3-Cache: 64MB
Freigegeben: Ja
CMOS: TSMC 7nm FinFETPackageAM4
PCI Express Version: PCIe 4.0
Kühllösung (PIB): Not included
Standardleistungsaufnahme/Leistungsaufnahme: 105W

Der 12 Kerner – 5900X
Anzahl der CPU-Kerne: 12
Anzahl von Threads: 24
Basistaktrate: 3.7GHz
Max. Leistungstaktrate: Bis zu 4.8GHz
Gesamter L2-Cache: 6MB
Gesamter L3-Cache: 64MB
Freigegeben: Ja
CMOS: TSMC 7nm FinFETPackageAM4
PCI Express Version: PCIe 4.0
Kühllösung (PIB): Not included
Standardleistungsaufnahme/Leistungsaufnahme: 105W

Der 8 Kerner – 5800X
Anzahl der CPU-Kerne: 8
Anzahl von Threads: 16
Basistaktrate: 3.8GHz
Max. Leistungstaktrate: Bis zu 4.7GHz
Gesamter L2-Cache: 4MB
Gesamter L3-Cache: 32MB
Freigegeben: Ja
CMOS: TSMC 7nm FinFETPackageAM4
PCI Express Version: PCIe 4.0
Kühllösung (PIB): Not included
Standardleistungsaufnahme/Leistungsaufnahme: 105W

Der 6 Kerner – 5600X
Anzahl der CPU-Kerne: 6
Anzahl von Threads: 12
Basistaktrate: 3.7GHz
Max. Leistungstaktrate: Bis zu 4.6GHz
Gesamter L2-Cache: 3MB
Gesamter L3-Cache: 32MB
Freigegeben: Ja
CMOS: TSMC 7nm FinFETPackageAM4
PCI Express Version: PCIe 4.0
Kühllösung (PIB): Wraith Stealth Kühler
Standardleistungsaufnahme/Leistungsaufnahme: 65W

Quelle: AMD

Wir freuen uns auf den Release der neuen Prozessoren und werden diese bestimmt in vielen Projekten anwenden.

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