Windows 11 – Fazit nach 4 Wochen

Bild Microsoft

Wir haben nun 4 Wochen lang das neue Betriebssystem von Microsoft, Windows 11 getestet und können nun folgendes Fazit geben.

Unser Testgerät ist ein Notebook von HP, ein Pavilion mit einem Ryzen 5 – 3500U Prozessor (4 Kerne / 8 Threads bis zu 3,70 GHZ), 16GB RAM und 512 GB NVME SSD.

Wir nutzen die Windows 11 Pro Version und kamen von Windows 10 Pro, sprich das System wurde upgegraded und nicht neu installiert.

Das Upgrade ging nahezu problemlos, bis auf eine Kleinigkeit. Obwohl das Notebook erst etwa 1,5 Jahre alt ist, war TPM nicht aktiviert und musste von uns manuell aktiviert werden. Erst dann gelang das Upgrade, da TPM 2 erforderlich ist.
Das Upgrade dauerte keine Stunde und Windows 11 ging nahtlos an Windows 10 über.
Jedoch waren die ersten Tests im täglichen Workflow etwas ernüchternd, es gab trotz der starken Performance unseres Testgerätes immer wieder Mikro-Ruckler welche sich auch nicht beseitigen ließen. Einige Nutzer die AMD Prozessoren verbaut hatten klagten daraüber.
Nach ein paar Tagen wurde aber seitens AMD ein neuer Chipsatztreiber herausgegeben und die Probleme wurden behoben. Die Mikro-Ruckler waren weg.

Der ganz normale Alltag

Beim normalen arbeiten merkt man zischen Windows 10 und Windows 11 nun wirklich keinen Unterschied. Schaut man sich aber die Auslastung im Taskmanager an, so stellt man fest dass beim Arbeitsspeicher nun 5,0 GB statt der 3,9 GB (Windows 10) belegt sind. Was uns unterm Strich sagt, dass Windows 11 mehr an Ressourcen benötigt als der direkte Vorgänger. (Neue Geräte lieber etwas großzügiger konfigurieren). Aber Office, Internet, E-Mail läuft flüssig und schnell.

Gaming – Microsoft bewirbt das System als Gaming System

Beim Gaming merkten wir keinen spürbaren Unterschied zu Windows 10, was beim Vorgänger lief, das lief auch beim neuen System. Ob hier und da das eine FPS mehr oder weniger rauskam haben wir nicht exakt gemessen.
Es gibt aber Berichte, dass manche Spiele unter Windows 11 besser laufen und manche unter Windows 10. Dennoch, wer Angst hat er würde dramatische Einbrüche beim Gaming bekommen, diese Angst können wir euch nehmen.

Funktioniert noch alles?

Bei der Kompatiblität zur Peripherie wie Drucker, Kameras, Headset und mehr merkten wir (dank des Upgrades) keine Veränderung. Man hat aber bereits klagen von einigen Nutzern gehört, dass zu gewissen Geräten noch keine offiziellen Windows 11 Treiber zur Verfügung stehen. Möglicherweise funktionieren die Windows 10 Treiber, aber garantiert ist das nicht. Daher vorsichtig sein und ggf. zuvor prüfen.

Gewöhnungsbedürftig

Es ist neu, es ist anders…. Ja, wir sind Windows 10 gewohnt und machten gewisse Dinge schon „blind“.
Leider hat Microsoft die ein oder anderen Funktionen neu gemacht, umgebaut oder wo anders „versteckt“.
Wir sind aktuell immer noch am eingewöhnen, stellen aber fest es wird täglich besser. Noch ein paar Wochen und wir sind wieder im „flow“

Fazit:

Ja, aber…..
– Never change a Running System…. Wer mit Windows 10 glücklich und zufrieden ist, der hat keinen Grund zu wechseln. Windows 10 bekommt bis 2025 noch alle wichtigen Upgrades und Updates.
– Must have…. Wer es unbedingt haben will, den können wir bedenkenlos empfehlen das System zu installieren. Wir empfehlen allerdings, ein Upgrade zu machen von Windows 10. Außerdem, wichtige Daten sichern, denn es kann immer mal was schief gehen.

Alexander Haim, 21.11.21


Veröffentlicht in: News |

Neue Intel Prozessoren, neue Chipsätze, neuer RAM und PCI 5.0

Bildquelle Intel
Die Prozessoren

Intel haut richtig auf dem Putz mit der 12. Generation der Core i Prozessoren. Mit „Alder Lake“, wie die neue Generation intern heißen bringt man erstmals eine komplett neue Kern Struktur auf dem Markt.
Zugegeben, gaaaaaanz neu ist es nicht, Apple hat bereits mit dem M1 Prozessor eine ähnliche Struktur auf dem Markt. Sogenannte Big / Little Cores, genauer gesagt Performance und Energiesparkerne teilen sich nun die Aufgaben. Die Energiesparkerne sind verantwortlich für sogenannte Hintergrundaktivitäten wie Updates oder Benachrichtigungen etc.
Die Performance Kerne sorgen für die leistungsintensiven Anwendungen (Gaming oder Rendering etc).
Zum Release gibts 3 Prozessoren, den 12900K / 12700K / 12600K (und jeweils die F Varianten, sprich ohne Grafikeinheit).
Der 12900K bietet sportliche 24 Threads, 8 Performance Kerne mit Hyperthreading und 8 Energiesparkerne. Der 12700K bietet anständige 20 Threads, 8 Performance Kerne mit Hyperthreading und 4 Energiesparkerne. Der 12600K bietet stattliche 16 Threads, 6 Performance Kerne mit Hyperthreading und 4 Energiesparkerne. Außerdem können die Performance Kerne wieder sehr hohe Taktraten erreichen, bis zu 5,10 GHZ beim 12900K)
Der Stromverbrauch wurde mit 125W TDP angegeben, jedoch haben erste Tests gezeigt, dass sich die CPU´ s auch deutlich mehr genehmigen kann.

Ein neuer Sockel musste her

Die neuen Prozessoren benötigen, wie bei Intel typisch, einen neuen Sockel. Sockel 1700, so lautet die neue Bezeichnung.
Die Prozessoren sind nun auch nicht mehr Quadratisch sondern erstmals rechteckig. Daher müssen auch die Kühler angepasst werden.
Einige namhafte Hersteller wie Noctua oder beQuiet! haben bereits Umbaukits für vorhandene Kühlungen angekündigt.

Der neue Chipsatz

Wie ebenfalls typisch wurde bei Intel ein neuer Chipsatz vorgestellt. Z690 heißt der neue High-End Chipsatz und bietet einige Neuerungen im Vergleich zu Z590.
Die Unterschiede im Detail:

Quelle: Puget Systems
Ein neuer RAM Standard

Seit 2014 nutzen wir nun den DDR4 RAM, der zwar im Laufe der Jahre immer schneller wurde und zuletzt schon über 4000 MHZ erreichte wird nun abgelöst.
DDR5 wurde mit der neuen Intel Prozessoren Generation vorgestellt. Mit beeindruckenden Taktraten (4800 MHZ, 5200 MHZ) will man die Käufer überzeugen. Doch sieht man genauer hin, merkt man schnell dass man deutlich lahmere Timings bekommt im Vergleich zu DDR4. Dennoch zeigen erste Test dass die neuen RAMs deutlich schneller sind, jedoch auch deutlich teuerer.
=> Positiv, Intels Alder Lake (12. Gen.) unterstützt sowohl DDR5 als auch DDR4). Beim Mainbord Kauf muss aufgepasst werden!

PCI 5.0

Nachdem Intel lange gebraucht hat um überhaupt erst PCI 4.0 auf dem Markt zu werfen (lange nach AMD) hat man nun den Turbo gezündet und gleich mal PCI 5.0 auf dem Markt gebracht.
Leider kann man zu der Performance noch wenig sagen, da es derzeit keine PCI 5.0 fähige Hardware gibt. Sprich aktuell ist es eher was für Marketing.

Unterm Strich, Intel macht den größten Schritt seit langen nach vorne.
Neben den eben genannten Features liefert Intel beeindruckende Benchmark Werte v.a. in der Single Core Leistung ist man deutlich schneller als AMD und das wichtigste für die Gamer.

Die schnellste Gaming CPU ist wieder eine Intel CPU

Alexander Haim, 07.11.2021

Veröffentlicht in: News |

Chip-Knappheit, die derzeitige Lage am PC Markt

RTX Grafikkarten

Wie man sicherlich schon mitbekommen hat, herrscht derzeit eine „Chip-Knappheit“. Sämtliche Branchen sind u.a. betroffen:
– Automobil
– Werkzeug
– Haushaltsgeräte
– PC´ s & Laptop
Dadurch sind viele Komponenten, Geräte und Maschinen nicht verfügbar. Im Bereich Automobil kann man beispielsweise komplette Fahrzeuge nicht fertigen, da einzelne Bauteile fehlen.

Speziell in unseren Segment, der PC Hardware sieht es derzeit so aus, dass die Verfügbarkeit „noch“ einigermaßen gegeben ist, jedoch stellen wir deutliche Preisanstiege seit Sommer fest.
Wir vermuten zudem dass sich die Lage noch verschlimmert, da die Nachfrage an PC Hardware im Herbst bekanntlich höher ist.

=> Deshalb raten wir unseren Kunden:
– Wer sich überlegt, vielleicht zu Weihnachten einen neuen Gaming PC anzuschaffen, der sollte nicht mehr zu lange warten. Die Preise werden steigen, die Verfügbarkeit wird sinken.
– Wer überlegt seinen PC upzugraden, der sollte bei der ein oder anderen Komponente vielleicht noch warten wenn das möglich ist. Wer jedoch mit der Leistung nicht mehr auskommt, für den ist jetzt noch die bessere Zeit als im Winter.
– Ein Neubau mit vorhandener Hardware kombinieren, ja klingt komisch aber nicht alle Komponenten sind so im Preis gestiegen. Während Grafikkarten Woche für Woche nahezu teuerer werden, sind Prozessoren, Mainbords, Arbeitsspeicher, Netzteile und Gehäuse ziemlich konstant. Daher, ein neuer PC mit einer vorhandenen Grafikkarte kann übergangsweise durchaus Sinn machen.

Wir möchten euch Nachrichten wie diese nicht vorenthalten, da wir ehrlich und transparent unseren Kunden gegenüber sind.

Alexander Haim, 18.10.21

Veröffentlicht in: News |